| Alexander Wagner |
| Salzkammergut Trophy 2010 – Biked trough hell.. |
| 27.07.2010 05:32:32 | |
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211,1 Km, 7175 Hm fährt man mit dem MTB selten an einem Tag – oder besser gesagt: nie!
Freitag nachmittag ging’s also im voll beladenen Chevy Richtung Bad Goisern. Steffi begleitete mich und übernahm dankenswerter Weise die Verpflegung vor (und später auch während) dem Rennen. Dank unglaublichem Verkehr benötigten wir knapp 5 Stunden und konnten erst gegen 2045 bei 29 °C und gefühlten 100 % Luftfeuchte meine Startnummer abholen. Selten habe ich solche Temperaturen um diese Uhrzeit erlebt.
So hob ich also pünktlich 3 Minuten vor Start um 0500 mein Bike über die Absperrung und musste somit glücklicherweise nicht mehr lange warten. Im Startblock stehen gehört nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.
Gut, getreu meinem Motto fuhr ich einfach weiter und dachte nicht viel nach. Was hätte es auch genützt? Darüber hinaus musste ich mich auch auf die nun folgende Abfahrt konzentrieren, die sich schnell als die bisher schwierigste entpuppte. Richtig verwurzelte und steile Singletrails durch den Wald ließen rasch Glücksgefühle aufkommen und brachten meine Bremsen und meine Unterarme an die Grenzen der Belastbarkeit. Hier überholte ich wieder viele Fahrer, die diesen Abschnitt schoben. Aufgrund seiner Länge verloren sie hier aber sehr viel Zeit. Am Ende des Stücks kam ich auch an meinem Schweizer Retter Maik wieder vorbei und freute mich über meine ‚Aufholjagd’. Mein rettender Engel in Form von Steffi hielt auch noch einen gekühlten Almdudler für mich bereit und überaus dankbar nahm ich diese Abwechslung an. Ich aß einen Riegel sowie ein Gel und ließ einige Fahrer – darunter auch Maik – wieder passieren. Es folgte die erste ‚Flachetappe’ an diesem Tag und es standen 22 Km mit nur etwas über 100 Hm an. Zeit zu erholen und Energie zu sammeln – dachte ich zumindest . Ich fuhr gleich zu Beginn im kleinsten Gang und es wurde hier schon sehr steil. Zusätzlich setzte auch noch Regen ein, jedoch noch nicht sonderlich stark. Nach den 11 Kehren hinauf kam ein Wiesenstück, auf dem aufgrund der Nässe eine Plane gespannt war, so dass man doch noch ein wenig Grip im Schlamm fand. Kurz nach der Plane rutschte jedoch mein Hinterrad durch und ich schob ein paar Meter. Ich stieg jedoch gleich wieder auf, wollte ich doch nach wie vor durchfahren. Von oben hörte ich, wie der Sprecher jeden Fahrer kurz namentlich nannte und teilweise auch interviewte. Hier fiel auch Maiks Namen und ich wusste, dass ich wieder einmal nicht allzu weit hinter ihm lag. Das Wiesenstück drückte ich wie von Beginn an relativ entspannt durch und beim Sprecher angekommen dachte ich, dass der Anstieg nun vorbei sei. Doch weit gefehlt:
Auch Hans schlug sich an diesem Samstag tapfer, bewältigte er doch die 119,1 Km und 3914 Hm in ca. 8:15 Stunden. Leider wurde sein Transponder nicht gewertet und somit erschien er nicht auf der Ergebnisliste. Seine Super- Leistung auf der für ihn ersten Langdistanz soll dadurch jedoch nicht geschmälert werden. Mein besonderer Dank gilt meiner Steffi, ohne deren Unterstützung (nicht nur in Form von Verpflegung) ich wohl nicht durchgekommen wäre.
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